Bali

Bali, die Insel der Goetter, fuer uns ging es hier hauptsaechlich um relaxen, ausspannen und tauchen, tauchen, tauchen und das haben wir auch sehr ausgiebig getan.

Alles OK:-)

Nach der Ankunft in Denpasar sind wir direkt weitergefahren an die Ostkueste ins Taucherparadies Tulamben. Obwohl der Begriff ”direkt” nicht so ganz zutrifft.
Auf Bali reist man mit sogenannten “bemos”, Minibusse die 1-2 Ortschaften miteinander verbinden, oder normalen Tourveranstaltern und halbwegs komfortablen Reisebussen. Aber auch diese Reiseveranstalter haben lediglich ein Kurzstreckennetz und somit sind wir 6 Mal umgestiegen bis wir die schier unglaubliche Distanz von ca. 100 km zurueckgelegt hatten.
Die letzen zwei Stops sind wir bemo gefahren und auf diesem Abschnitt unserer Reise hat der Begriff “ueberladen” ein paar voellig neue Facetten bekommen.
Als der Fahrer gesehen hat, dass er zwei Weissbrote mitnehmen kann erschienen die Dollarzeichen in seinen Augen und in unseren die Fragezeichen weil wir nicht die geringste Ahnung hatten wo der uns und unsere grossen Ruecksaecke hinquetschen will.

Ein bemo, Platz satt...

Aber alles natuerlich kein Problem, die Einheimischen rutschen noch mehr zusammen und sperrige Rucksaecke passen ja auch bekanntlich ohne Gepaecktraeger aufs Dach. Als wir dann kurze Zeit spaeter eine Gruppe von drei Personen am Strassenrand haben winken sehen war uns eigentlich klar, dass die wohl auf das naechste bemo warten muessen, wir waren ja schliesslich schon ueberladen. Weit gefehlt, fuer asiatische Verhaeltnisse war noch Platz satt, schliesslich kann man ja auch bequem auf den Fuessen anderer Leute im Bus stehen. Diese Prozedur wiederholte sich noch zweimal, so dass wir im Maximum 18(!!) Leute im Minibus waren inkl. unserer Ruecksaecke auf dem Dach und der Jahresproduktion eines mittelstaendischen Reisbauern im Innern, die Saecke kann man ja auch gut als Komfortsitz verkaufen.
Wir haben als “reiche” Touristen fuer den Trip wahrscheinlich mehr bezahlt als der gesamte Bus zusammen aber das war es wert, wir haben uns koestlich amuesiert.
In Tulamben hiess es dann vom ersten Tag an tauchen, tauchen, tauchen.
Der erste Trip fuehrte uns direkt zum Manta Point und zum Glueck waren auch ein paar Riesenmantas da die elegant um uns rum geschwommen sind, ein majestaetischer Anblick.

MVI_1482

Das darf man eigentlich gar nicht so deutlich erwaehnen, Nina hat bei Ihrem 7. Tauchgang schon Riesenmantas gesehen, da warten andere das ganze Taucherleben drauf…

Auf diesem Trip haben wir auch Annett und Joerg kennengelernt, zwei extrem erfahrene Taucher und vor allem sehr, sehr nette Menschen mit denen wir von da an den Rest des Urlaubs unter Wasser oder an der Bar beim Dekobier verbracht haben, wir hatten eine richtig tolle Zeit zusammen und so haben wir unseren Aufenthalt in Tulamben auch zweimal verlaengert.

Riesenmuraene

Dazu kamen noch herrliche Tauchgebiete die endlich mal gehalten haben was sie versprachen. Vor der Kueste liegt ein wunderschoen bewachsenes Wrack (U.S.A.T. Liberty), das Haausriff platzt nur so vor Fischen aus allen Naehten und das alles ohne langwierige Bootsausfahrten, nur Equipment an und ab ins Wasser. Die Tauchbasis bzw. die Crew gehoerte zum professionellsten das ich bisher in diesem Bereich gesehen habe so dass wir uns einfach nurgut aufgehoben fuehlten und komplett der Erholung widmen konnten.

Der unvermeidliche Clownfisch

Highlights der einzelnen Tauchgaenge gab es viele, wir haben Schwarzspitzenriffhaie gesehen, sind mit einer Herde riesiger Bueffelkopfpapageienfische geschwommen, hinter den Groessten konnte Nina sich verstecken, wir haben eine grosse Muraene in der Putzerstation beobachtetund einen tollen Nachttauchgang gab es noch als Kroenung oben drauf. Das war ein geiles Erlebnis, nur mit der Taschenlampe bewaffnet im Dunkeln durch das Hausriff tauchen und die nachtaktiven Bewohner bewundern die man am Tag nicht sehen kann.
Kurzum, wir hatten eine herrliche Zeit.

Wer findet den Steinfisch?

Irgendwann ging aber auch dieser Abschnitt zu Ende, schliesslich mussten Annett und Joerg ja auch mal nach Hause. Wir sind dann noch weiter ins Landesinnere nach Ubud gefahren.
Ubud galt vor ein paar Jahren noch als das kuenstlrische Zentrum Balis und hat sich trotz der rasanten Entwicklung durch den immer mehr zunehmenden Tourismus zumindst noch einen besonderen Charme bewahrt.
Waere dies der Endpunkt unserer Reise gewesen haetten wir sicherlich einige Kunstwerke in unseren Ruecksaecken verstaut…
Aber auch so hat es viel Spass gemacht durch die Gassen und ueber die Maerkte zu schlender und die unzaehligen kleinen Tempel zu besichtigen.

Bali hat uns prima befallen und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir zumindest fuers tauchen nochmal hierherkommen werden.

Naechste Station unserer Reise war Singapur, eine fantastische Stadt die uns sehr gutgefallen hat doch dazu bald mehr.

3 Gedanken zu „Bali

  1. Julia

    Hallo ihr Beiden,
    unglaublich, was ihr alles erlebt und es macht nach wie vor viel Spaß, eure Berichte zu lesen. Ihr schreibt so nett, dass man fast das Gefühl hat, im überfüllten Bus dabei zu sein und den Ayers Rock vor Augen zu haben.
    Unser Alltag wurde von einer 3-tägigen Berlin-Reise (ohne Enya!!) unterbrochen. Für mich war das ja fast so eine kleine Weltreise wie für euch. 🙂 Es hat total Spaß gemacht, mit Jürgen alleine durch die Satdt zu ziehen, Zeit für Kultur, Theater, Museen und gute Restaurants zu haben. Und einfach überhaupt Zeit miteinander zu haben ohne Termine und ohne Kind im Mittelpunkt. Nicht, dass Enya in unserem Familienleben im Mittelpunkt stehen würde…..Nein, natürlich nicht.

    Wieder zu Hause in Duisburg, stand Inke mit Louise aus Hongkong vor der Tür. Puh, der erste Abend endete wieder mit einigen leeren Pullen und einem sich drehenden Bett. Merkwürdig. Seitdem haben Inke und ich uns schon viel gesehen und wir versuchen einfach viel Zeit miteinander zu verbringen (u.a. spontane Weddingparty am Freitag mit William und Kate).

    Mari und Aiko geht es den Umständen entsprechend wieder gut. Sie sind 6 Tage nach dem Erdbeben mit Hilfe des Auswärtigen Amtes und mit Hilfe von ca. 100 Schutzengeln aus Japan ausgeflogen worden. Maris Familie lebt allerdings noch immer 60km von Fukushima entfernt und ihr Vater weigert sich, das Haus zu verlassen. Kurzum, Mari versucht, mit ihrem Alltag hier klar zu kommen, ist aber in Gedanken durchgehend bei ihrer Familie.

    Ich plane eine Party an meinem Geburtstag und ich muss ehrlich sagen: Ihr fehlt!!!! Falls ihr doch noch eine Beammaschine findet solltet, kommt abends auf ein Sektchen vorbei. In Gedanken trinken wir einfach ein Gläschen mit euch…. und am 18. das nächste und am 19. das nächste 🙂

    Enya geht es sehr gut. Ich habe ihr heute euern Bericht vorgeslesen, woraufhin sie sofort ein Buch über den Dschungel heraus gesucht hat und gefragt hat, ob ihr jetzt da seid. Sie hat vor 3 Wochen ein kleines Fahrrad bekommen und jetzt geht es zur Sache. Wir fahren jeden Tag und es klappt wirklich gut.

    Mehr Neuigkeiten gibt es hier leider zur Zeit nicht. Alles plätschert so weiter vor sich hin, aber es ist alles in bester Ordnung 🙂

    Passt auf euch auf und grüßt uns die andere Seite der Welt.

    Julia

  2. Schloss

    Hi Ihr Lieben,

    hammer-Bericht…wie immer!!!
    Fischi: Hattest Du den Satz: „Eh Osama, ist dat hier ne Entführung?“ auf den Lippe oder zumindest im Kopf??? Passt auf jeden Fall ganz gut!!!

    Junge: herzlichen Glückwunsch zum Nicht-Abstieg Deiner kölschen Jungs!!! Und noch Frankfurts Christoph mal so richtig reingerissen!!! Kleiner Nebeneffekt der Dich vielleicht stört: mit dem Sieg in Frankfurt Gladbach geholfen!? Also ich mag se!!! Gut, die Nürnies bleiben nun endgültig sechster, ich hatte natürlich vor der Saison mit Platz 1-3 gerechnet…OK nächste Saison!

    Passt weiterhin schön auf Euch auf…

    Schloss

  3. Ingo

    Hallo ihr zwei

    Wirklich phantastisch, was ihr so alles erlebt. Wünsche euch weiterhin alles Gute und viel Spass. Ach ja – Glückwunsch zum Klassenerhalt!!! Im Moment in der tabelle sogar noch vor Schalke..
    Viele Grüsse aus den Alpen (auch schön hier)
    Ingo

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